Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Wettiner

Infobox

Vom Aufstieg und Fall der Wettiner
1089: Der Salierkaiser Heinrich IV. belehnt den Markgrafen der Ostmark, Heinrich I. von Eilenburg, mit der Markgrafschaft Meißen. Die Verschmelzung der später als Wettiner bezeichneten Adelsfamilie mit der Landschaft zwischen Saale und Elbe beginnt.
Zwischen 1123 und 1156: Die Dynastie benennt sich nach ihrem Stammsitz: der Burg Wettin nördlich von Halle an der Saale.
1247: Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen und der Ostmark, wird als erster Wettiner Landgraf von Thüringen.
1299: Albrecht der Entartete, Sohn Heinrichs des Erlauchten, zieht die Konsequenzen aus seinem Scheitern und dankt ab.
1307: In der Schlacht bei Lucka schlagen die Wettiner unter Führung Friedrichs des Gebissenen das königliche Heer Albrechts I. von Habsburg. Der Sieg ist Garant für das Fortbestehen des Adelshauses Wettin.
1423: Friedrich der Streitbare, Markgraf von Meißen, wird als erster Wettiner Kurfürst von Sachsen. Die Adelsfamilie steht nun in einer Reihe neben den Habsburgern, Hohenzollern und Wittelsbachern.
1485: Durch die Brüder Ernst und Albrecht III. erfolgt die Leipziger Teilung. Das Geschlecht spaltet sich in die ernestinische und die albertinische Linie.
1547: Unter Moritz von Sachsen kommt es zum Bruch beider Linien. Zwei unabhängige Herrscherhäuser entstehen. Das Kurfürstentum Sachsen geht an die albertinische Linie über.
Ab 1806: Der Albertiner Friedrich August I. wird als erster Wettiner König von Sachsen.
1826: Die ernestinische Linie zersplittert in die Herzogtümer Sachsen-Altenburg, Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen-Coburg und Gotha.
1918: König Friedrich August III., Albertiner und letzter König von Sachsen, muss abdanken. Mit ihm endet die Regierungszeit der Wettiner.